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Die Orgel
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Die Rühlmann-Orgel, opus 201


Spieltisch der Rühlmann-Orgel

 

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Zur Geschichte

Nachdem die barocke Orgel aus dem Jahr 1766 nicht mehr zu reparieren war, befürwortete 1896 der Delitzscher Musikdirektor einen Orgelneubau. Die daraufhin 1898 eingebaute Orgel befindet sich noch heute in der Kirche.[1]

Es handelt sich um eine romantische Orgel des Zörbiger Baumeisters Wilhelm Rühlmann (*1842; † 1922). Nachdem Wilhelm Rühlmann seine Ausbildung in der Werkstatt seines Vater Friedrich Wilhelm Rühlmann beendet hatte, ging er 1860 als Geselle zum berühmten Orgelbaumeister Friedrich Ladegast nach Weißenfels, zu dem eine lebenslange Freundschaft bestand. 1866 übernahm Wilhelm Rühlmann sen. die Werkstatt seines Vaters in Zörbig.

Die pneumatische Orgel, die vom 12. bis 25. Mai 1898 zum Preis von 4.719 Goldmark errichtet wurde, ist am 30. Mai 1898 geweiht worden. Sie ist mit Ausnahme der Prospektpfeifen ohne Veränderungen in Anlage und Disposition im Original erhalten geblieben.

Die Prospektpfeifen aus Zinn mussten 1917 für Kriegszwecke abgegeben werden und wurden eingeschmolzen. Die fehlenden Prospektpfeifen wurden 1928 von der Orgelbauanstalt Rühlmann durch Zinkpfeifen ersetzt. Diese waren jedoch enger mensuriert und wurden bei der Restaurierung 2014 aus Zinn in Originalmensur rekonstruiert.

In der ersten Etage des Kirchturmes steht der Doppelmagazinbalg mit dem elektrischen Winderzeuger, die 2014 restauriert bzw. ersetzt wurden. Aber auch der ursprüngliche Schöpfer ist erhalten, um die Orgel manuell mit Luft zu versorgen.

Die Orgel wurde vom 22. April bis 12. September 2014 umfassend instandgesetzt und restauriert. Dabei wurde zum Schutz der Orgel auch die darüber befindliche barocke Kassettendecke restauriert. Die Rühlmann-Orgel wurde in einem feierlichen Festgottesdienst am 14. September wieder ihrer Bestimmung übergeben. Näheres finden Sie in der Festschrift.




Disposition

Die Orgel mit Kastenladensystem verfügt mit 15 Registern auf zwei Manualen mit je 54 Tasten und Pedal mit 27 Tasten, drei festen Kombinationen und drei Koppeln über insgesamt 823 Pfeifen aus Holz und Metall. Diese stehen im Orgelgehäuse auf drei Ebenen verteilt.

Manual I           Manual II                  Pedal

Hohlflöte 8'       Lieblich Gedackt 8'    Subbass 16'
Gambe 8'          Flauto travers 8'        Gedackt Bass 8'
Principal 8'       Salicional 8'               Principalbass 8'
Rohrflöte 4'      Geigenprincipal 8'
Bordun 16'        Flauto amabile 4'
Octave 4'
Mixtur 3fach

Spielhilfen       Kombinationen

Manualkoppel   piano
Pedal/ I           mezzoforte
Pedal/ II          tutti

Hier finden Sie einen Überblick über den Charakter der Klangfarben.

 

 

 

 

 


Abblätterungen - Erkennbarer Originalfarbton
[2]

Frontansicht mit schadhaftem Anstrich aus dem Jahr 1936/37
[3]

 

Form & Farbe

Das Orgelgehäuse - zu dem eine Originalzeichnung von Wilhelm Rühlmann senior aus dem Jahr 1896 erhalten ist - trug in der Originalfassung ein holzsichtiges Erscheinungsbild in Mittelrotbraun mit kobaltfarbenen Verzierungen und Vergoldungen; eine weitere rote Verzierung wird vermutet.

Dieses Erscheindungsbild war bis zur Restaurierung 2014 aufgrund von Abblätterungen [2] teilweise sichtbar. Ebenso waren auf den oberen Abschlussdachformen spitzenarte Elemente angebracht, die anscheinend verloren gegangen und 2014 mit Hilfe von Originaldokumenten rekonstruiert worden sind.

Das Orgelgehäuse erfuhr in den Jahren 1936/37 insgesamt einen grau marmorierten Farb- und Firnisanstrich.[3] Der Firnisauftrag des Orgelgehäuses war altersbedingt merklich gebräunt und minderte erheblich die Kontraste der grauen Marmorierung.

Während der Restaurierung 2014 wurde das Orgelgehäuse entsprechend eines Fundes der barocken Bemalung an den Emporen aus dem Jahre 1718 neu gefasst und mit Blattgold versehen.

 


 

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