Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
Erinnern, Mahnen, Eintreten – 9. November 1938

Der 9. November erinnert in Deutschland an die Novemberpogrome des Jahres 1938. In jener Nacht wurden Synagogen in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte zerstört, Menschen gedemütigt, verschleppt und ermordet. Die Gewalt geschah nicht verborgen, sondern mitten in Städten und Dörfern – sichtbar für viele und begleitet von Schweigen, Wegsehen und Angst.

Der Gedenktag ruft dazu auf, die Erinnerung wachzuhalten und Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen. Die biblischen Texte dieses Tages sprechen eindringlich von Bedrängnis, Schuld und der Frage nach menschlicher Standhaftigkeit.

Der Psalm 74 klagt über Verwüstung und Zerstörung heiliger Orte: „Sie verbrennen alle Gotteshäuser im Lande.“ Die Worte des Psalms lassen ahnen, wie tief die Verletzung reicht, wenn Orte des Glaubens geschändet und Menschen ihrer Würde beraubt werden. Zugleich hält der Psalm an der Hoffnung fest, dass Gott die Leidenden nicht vergisst.

Die Sprüche Salomos mahnen dazu, sich der Verantwortung nicht zu entziehen: „Erkennt das nicht der, der die Herzen prüft?“ Menschen können sich nicht damit herausreden, nichts gewusst oder nichts bemerkt zu haben. Der Glaube ruft dazu, für Recht, Menschlichkeit und den Schutz der Schwachen einzustehen.

Im Evangelium nach Markus hören wir von der Verleugnung des Petrus. Aus Angst distanziert er sich von Jesus und schweigt zur Wahrheit. Diese Geschichte erinnert daran, wie schwer es Menschen fallen kann, in bedrohlichen Zeiten mutig zu bleiben – und wie notwendig dennoch Wahrhaftigkeit und Verantwortung sind.

Der 1. Petrusbrief ruft zur Wachsamkeit auf: „Seid nüchtern und wacht.“ Menschenverachtung, Hass und Gleichgültigkeit entstehen nicht plötzlich. Sie wachsen dort, wo Mitgefühl verloren geht und Menschen einander nicht mehr als Geschöpfe Gottes sehen.

So ist der 9. November ein Tag der Trauer, der Erinnerung und der Mahnung. Als Christinnen und Christen erinnern wir uns daran, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist. Das Gedenken an die Opfer verpflichtet uns, heute für Würde, Frieden und Menschlichkeit einzutreten – aufmerksam, mutig und voller Hoffnung auf Gottes Frieden.

Α
Ω
Novemberpogrome 1938
Gedenktag – 9. November
Tagesspruch
„Wer weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde.“
Jakobus 4,17
Hintergrund
Die Pogrome markierten den Beginn der systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung.
Bildeindrücke
Gedenken an die Novemberpogrome 1938 – 9. November

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