Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
maßnahmen an der barocken Kanzel und Bekämpfung holzzerstörender Insekten
Zustandsbeschreibung
Schäden am Kanzelkorb Schäden am Kanzelkorb

Die Farbfassung aus den Jahren 1936/37 an der barocken Kanzel mit Schalldeckel (1723) waren so marode, dass sie großflächig abblätterte. Zudem war an der gesamten Kanzel aktiver Befall durch holzzerstörende Insekten festzustellen.

Bei der Begutachtung des Befalls durch Schädlingsbekämpfer wurde folgendes festgestellt: „Ein massiver Befall vom sog. Holzwurm findet sich nicht nur an der Kanzel, sondern zudem:
– am Altar und
– im Turmaufgang bis unter die Glockenstube."

Ebenso zeigte sich im Dachstuhl aus dem Jahr 1712 neben dem Holzwurmbefall zusätzlich ein Befall vom sog. Hausbock.

Aufgrund dieses Befundes war dringender Handlungsbedarf geboten, da der festgestellte Befall in absehbarer Zeit die Statik des Dachstuhls beeinträchtigen konnte.

Maßnahmebeschreibung
Schäden an den Schnitzereien Schäden an den Schnitzereien Abblätternde Farbfassung am Kanzelkorb Abblätternde Farbfassung am Kanzelkorb Holzwurmbefall am Fuß der Kanzel Holzwurmbefall am Fuß der Kanzel

Für 2015 war eine Schädlingsbekämpfung in der gesamten Kirche dringend empfohlen worden und wurde mit Hilfe von Fördermitteln zusammen mit der Restaurierung der Kanzel in folgenden Schritten geplant.

1. Farbuntersuchungen an der Kanzel und in der Kirche

Zur Wiederherstellung der barocken Farbfassung mussten durch Sondierungen in der Kirche die Fassungsabfolgen untersucht und fotografisch erfasst werden. Diese mussten mit Quellen abgeglichen und in einem Gutachten für die weiteren Arbeiten zusammengefasst werden.

2. Schädlingsbekämpfung

Mit dem vorliegenden Untersuchungsergebnis stellte die alleinige Begasung der Kanzel zur Bekämpfung der Schädlinge keine Alternative dar. Eine Wanderung der Schädlinge und damit ein erneuter Befall der allein behandelten Kanzel wäre höchstwahrscheinlich gewesen. Das Kirchengebäude musste daher insgesamt mit Planen luftdicht eingehaust und begast werden, um ebenso die Statik des Gebäudes und den barocken Hochaltar mit einer deutschlandweit äußerst seltenen figürlichen Darstellung des Erzengels Michael vor der weiteren Zerstörung zu bewahren.

3. Restaurierung der Kanzel nach den historischen Befunden

Alle Schnitzteile und Figuren wurden demontiert, um die Rücklagen besser zu erreichen, bevor die marode Farbfassung (1936/37) und die Kreidegrundierung abgenommen wurden. Hiernach wurde die Oberfläche für das Aufbringen der neuen Farbfassung vorbereitet. Anschließend waren die Versilberungen und Vergoldungen anzubringen, bevor die restaurierten Schnitzteile und Figuren wieder ihren Platz fanden.

Finanzierung
Holzwurmbefall an der Zwischendecke des Kirchenschiffs Holzwurmbefall an der Zwischendecke Zerfressener Trägerbalken der Zwischendecke Zerfressener Trägerbalken der Zwischendecke Auswurf an Löchern des Hausbocks, Durchmesser der Haufen ca. 5cm Auswurf an Löchern des Hausbocks (Ø ca. 5 cm)

Die veranschlagten Kosten der Gesamtmaßnahme beliefen sich auf rund 34.280 Euro. Entsprechende Anträge für Fördermittel waren gestellt worden.

Die Kirchengemeinde konnte dank großzügiger Spenden und freundlicher Unterstützungen den erforderlichen Eigenmittelanteil aufbringen.

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