Mit dem Sonntag Trinitatis, dem ersten Sonntag nach Pfingsten, beginnt die längste Zeit im Kirchenjahr. Sie steht unter dem Zeichen des Glaubens an den einen Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Dieses Bekenntnis fasst zusammen, wie Gott sich den Menschen zuwendet – als Schöpfer, als Erlöser in Jesus Christus und als gegenwärtiger Geist.
Während die erste Hälfte des Kirchenjahres die großen Heilsgeschehnisse von Weihnachten über Ostern bis Pfingsten entfaltet, richtet sich die Trinitatiszeit auf das Leben aus diesem Glauben. Sie fragt danach, wie Gottes Wirklichkeit im Alltag Gestalt gewinnt – im persönlichen Leben wie in der Gemeinde.
Oft wird sie als „festlose Zeit" bezeichnet, doch gerade hier zeigt sich die Vielfalt christlichen Lebens: im Wachsen des Glaubens, in der Gemeinschaft der Kirche und in den vielen Sonntagen, die unterschiedliche Facetten des Lebens mit Gott beleuchten. Die liturgische Farbe Grün unterstreicht diesen Charakter: Sie steht für Wachstum, Leben und Reifung im Glauben. In diese Zeit fallen Michaelis und das Erntedankfest.
So lädt die Trinitatiszeit ein, den Glauben nicht nur zu feiern, sondern ihn im Alltag zu leben – getragen von der Liebe Gottes, der Gemeinschaft Christi und der Kraft des Heiligen Geistes.
Die Wochen nach dem Trinitatisfest:
Dies können je nach Kirchenjahr bis zu 24 Sonntage sein.