Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
2. Sonntag nach Trinitatis – Einladung zu Gottes Tisch

Am 2. Sonntag nach Trinitatis richtet sich der Blick der evangelisch-lutherischen Tradition auf die weite, einladende Gnade Gottes. Die biblischen Texte dieses Sonntags erzählen von einem Gott, der Leben schenkt, Gemeinschaft stiftet und Menschen an seinen Tisch ruft. Nicht menschliche Leistung oder Herkunft eröffnen den Zugang zu Gottes Reich, sondern allein seine Barmherzigkeit und sein Ruf.

Der Psalm bekennt voller Vertrauen: Gottes Güte reicht, so weit der Himmel ist, und bei ihm ist die Quelle des Lebens. Inmitten einer oft von Unruhe und Selbstbezogenheit geprägten Welt lädt Gott dazu ein, Schutz unter seinen Flügeln zu suchen und sich an seiner Fülle sättigen zu lassen. Diese Zusage bildet den Grundton des Sonntags: Gottes Liebe ist größer als menschliche Grenzen und sein Licht weist den Weg zum Leben.

Der Prophet Jesaja ruft die Durstigen und Hungrigen herbei: „Kommt her zum Wasser!“ Gottes Heil ist Geschenk, nicht Ware. Er stillt den tiefen Hunger des Menschen nach Sinn, Frieden und Gemeinschaft. In der lutherischen Auslegung wird darin besonders die freie Gnade Gottes sichtbar, die ohne Verdienst empfangen wird. Das Wort Gottes schafft, was es verheißt: neues Leben und einen neuen Bund.

Der Epheserbrief vertieft diesen Gedanken, indem er beschreibt, wie Christus trennende Mauern niederreißt. Durch ihn werden Fremde zu Mitbürgern der Heiligen und Glieder am Haus Gottes. Die Kirche lebt aus dieser versöhnten Gemeinschaft: Menschen verschiedener Herkunft und Geschichte werden durch Christus miteinander verbunden. So erinnert der Sonntag daran, dass christlicher Glaube niemals nur privat bleibt, sondern in die Gemeinschaft mit Gott und untereinander führt.

Im Evangelium nach Lukas erzählt Jesus das Gleichnis vom großen Abendmahl. Die ursprünglich Geladenen lehnen die Einladung ab, gefangen in ihren eigenen Geschäften und Sorgen. Daraufhin werden Arme, Kranke und Ausgegrenzte hereingerufen, damit das Haus voll werde. Dieses Gleichnis steht im Zentrum des Sonntags: Gottes Einladung gilt allen Menschen. Niemand ist zu gering, niemand ausgeschlossen. Zugleich mahnt die Erzählung, den Ruf Gottes nicht aufzuschieben oder gering zu achten.

So führt der 2. Sonntag nach Trinitatis in das Herz des Evangeliums: Gott lädt ein zum Leben, zur Gemeinschaft und zu seinem Reich. Wo Menschen dieser Einladung vertrauen, entsteht eine Gemeinschaft der Versöhnten, getragen von Gottes Güte und erfüllt von der Hoffnung auf sein kommendes Mahl.

Α
Ω
2. Sonntag nach Trinitatis
Trinitatiszeit
Wochenspruch
„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“
Matthäus 11,28
Bildeindruck
2. Sonntag nach Trinitatis
Gottes Einladung gilt allen – das Gleichnis vom großen Abendmahl

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