Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
1. Sonntag nach Trinitatis – Gottes Wort verkündigen

Der 1. Sonntag nach Trinitatis steht in der evangelisch-lutherischen Tradition unter dem Thema „Gottes Wort verkündigen". Die biblischen Texte dieses Sonntags erinnern daran, dass Gottes Wort Leben schafft, Orientierung gibt und den Menschen zur Umkehr und zum Glauben ruft. Zugleich warnen sie davor, falschen Stimmen zu folgen, die den Menschen von Gottes Wahrheit wegführen. Die Kirche lebt deshalb aus der Aufgabe, Gottes Wort treu zu hören, zu prüfen und weiterzugeben.

Der Psalm dieses Sonntags lädt dazu ein, Gottes Güte zu erfahren und ihn zu loben. Der Beter bezeugt, dass Gott die hört, die ihn suchen, und sie aus Angst und Not errettet. „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist“ — dieses Wort macht deutlich, dass Glaube nicht nur Wissen bedeutet, sondern Vertrauen und persönliche Erfahrung mit Gottes rettender Nähe. In evangelisch-lutherischer Deutung steht dabei im Mittelpunkt, dass Gottes Wort den Menschen nicht leer lässt, sondern Trost, Hoffnung und neues Leben schenkt.

Der Prophet Jeremia warnt eindringlich vor falschen Propheten, die aus eigenen Gedanken reden statt aus Gottes Auftrag. Sie verkünden trügerischen Frieden, ohne den Menschen zur Umkehr zu rufen. Gottes Wort dagegen ist lebendig und kraftvoll — „wie ein Feuer“ und „wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt“. Die lutherische Tradition betont hier die Verantwortung der Kirche, Gottes Wort nicht an menschliche Wünsche anzupassen. Verkündigung soll nicht gefallen wollen, sondern Menschen in Wahrheit zu Christus führen.

Im ersten Johannesbrief wird die Gemeinde aufgefordert, die Geister zu prüfen. Nicht jede religiöse Stimme führt zu Gott. Wahrer Glaube erkennt Jesus Christus als den menschgewordenen Sohn Gottes und zeigt sich in der Liebe. Gottes Liebe ist Ursprung und Maßstab aller christlichen Verkündigung. Wo Gottes Wort verkündet wird, soll seine Liebe sichtbar werden — eine Liebe, die Menschen annimmt, trägt und zur Gemeinschaft miteinander führt.

Das Evangelium vom reichen Mann und dem armen Lazarus macht deutlich, dass Gottes Wort ernst genommen werden will. Der reiche Mann übersieht den leidenden Lazarus vor seiner Tür und verschließt sich damit auch Gottes Ruf zur Barmherzigkeit. Jesus zeigt, dass Mose und die Propheten bereits alles verkündet haben, was zum Leben führt. Wer Gottes Wort nicht hört, wird auch durch außergewöhnliche Zeichen nicht zum Glauben finden. So verbindet sich die Verkündigung des Evangeliums immer mit dem Ruf zu Glauben, Umkehr und tätiger Liebe.

Der 1. Sonntag nach Trinitatis lädt dazu ein, Gottes Wort neu als Quelle des Lebens zu hören und weiterzugeben. In einer Welt voller Stimmen und Meinungen bleibt Gottes Wort Orientierung und Wahrheit. Wo es verkündet und im Glauben angenommen wird, entstehen Hoffnung, Liebe und neues Leben. Die Kirche lebt aus diesem Auftrag: Gottes rettende Botschaft in Wort und Tat sichtbar zu machen — damit Menschen Christus erkennen und ihm vertrauen.

Α
Ω
1. Sonntag nach Trinitatis
Trinitatiszeit
Wochenspruch
„Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.“
Lukas 10,16a
Bildeindruck
1. Sonntag nach Trinitatis
Gottes Wort verkündigen – Orientierung und Wahrheit in einer Welt voller Stimmen

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