Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
17. Sonntag nach Trinitatis – Im Glauben stehen

Der 17. Sonntag nach Trinitatis steht in der evangelisch-lutherischen Tradition unter dem Thema „Im Glauben stehen". Die biblischen Texte dieses Sonntags erzählen von Menschen, die trotz Zweifel, Anfechtung und äußerer Grenzen an Gottes Verheißung festhalten. Glaube erscheint dabei nicht als menschliche Stärke oder religiöse Leistung, sondern als Vertrauen auf Gottes Wort und seine rettende Nähe. Wer im Glauben steht, lebt aus der Hoffnung, dass Gottes Treue stärker ist als Angst, Ausgrenzung oder eigene Schwäche.

Der Psalm dieses Sonntags ist ein Lied des Dankes und des Vertrauens. Der Beter preist Gott für seine Treue und erfährt, dass Gott den Menschen nicht verlässt, auch wenn Bedrängnis und Gefahr das Leben bestimmen. „Der Herr wird's vollenden um meinetwillen.“ In evangelisch-lutherischer Deutung wird deutlich: Der Glaube gründet nicht auf der eigenen Kraft des Menschen, sondern auf Gottes bleibender Zusage. Gott hält fest, was er begonnen hat.

Der Prophet Jesaja spricht von der Berufung des Gottesknechtes, der schon von Mutterleib an erwählt wurde, um Licht für die Völker zu sein. Gottes Heil soll nicht nur Israel gelten, sondern die ganze Welt erreichen. Diese Worte weisen über menschliche Grenzen hinaus und machen deutlich, dass Gottes Ruf Menschen in seinen Dienst stellt, damit Hoffnung und Heil weitergetragen werden. Christen dürfen darauf vertrauen, dass Gott auch durch schwache und unscheinbare Menschen wirkt.

Im Römerbrief betont Paulus die zentrale Bedeutung des Glaubens an Christus. „Wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden.“ Der Glaube entsteht durch das Hören des Evangeliums. Nach evangelisch-lutherischem Verständnis steht hier die Kraft des Wortes Gottes im Mittelpunkt. Nicht menschliche Leistungen oder besondere Frömmigkeit retten den Menschen, sondern allein das Vertrauen auf Christus und seine Gnade. Darum bleibt die Verkündigung des Evangeliums Auftrag und Lebensquelle der Kirche.

Das Evangelium nach Matthäus erzählt von der kanaanäischen Frau, die trotz Ablehnung und scheinbarer Zurückweisung unbeirrt auf Jesu Hilfe vertraut. Sie lässt sich nicht entmutigen und hält fest an der Hoffnung auf seine Barmherzigkeit. Jesus lobt schließlich ihren großen Glauben und schenkt Heilung. Diese Begegnung zeigt eindrücklich, dass wahrer Glaube gerade dort sichtbar wird, wo Menschen auch im Dunkeln an Gottes Güte festhalten. Gottes Heil überschreitet menschliche Grenzen und gilt allen, die ihm vertrauen.

So lädt der 17. Sonntag nach Trinitatis dazu ein, im Glauben standhaft zu bleiben. Christlicher Glaube bedeutet nicht ein Leben ohne Fragen oder Anfechtungen, sondern das Vertrauen darauf, dass Christus auch in Unsicherheit und Schwäche gegenwärtig bleibt. Gottes Wort trägt und stärkt Menschen auf ihrem Weg. Wer im Glauben steht, darf hoffen, dass Gottes Treue größer ist als alle Zweifel und dass seine Liebe Menschen aus allen Völkern und Zeiten miteinander verbindet.

Α
Ω
17. Sonntag nach Trinitatis
Trinitatiszeit
Wochenspruch
„Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“
1. Johannes 5,4c
Bildeindruck
17. Sonntag nach Trinitatis
Im Glauben stehen – Gottes Treue ist größer als alle Zweifel, und seine Liebe verbindet Menschen aus allen Völkern und Zeiten

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