Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
20. Sonntag nach Trinitatis – Gedenke Gottes Ordnung

Der 20. Sonntag nach Trinitatis steht in der evangelisch-lutherischen Tradition unter dem Thema „Gedenke Gottes Ordnung". Die biblischen Texte dieses Sonntags richten den Blick auf die gute Ordnung Gottes, durch die er das Leben erhält, Gemeinschaft stiftet und den Menschen Orientierung schenkt. Dabei geht es nicht um starre Regeln oder menschlichen Zwang, sondern um Gottes liebevollen Willen, der dem Leben dient und den Menschen in Verantwortung und Vertrauen führen will.

Der Psalm dieses Sonntags preist den Menschen selig, der nach Gottes Weisung lebt und seine Gebote bewahrt. Gottes Wort wird als Wegweisung verstanden, die das Leben schützt und erfüllt. Zugleich erkennt der Beter, dass der Mensch Gottes Wahrheit nicht aus eigener Kraft vollkommen erfassen kann, sondern auf Gottes Hilfe angewiesen bleibt. In evangelisch-lutherischer Deutung wird deutlich: Gottes Gebote sind nicht Mittel zur Selbsterlösung, sondern Ausdruck seiner guten Ordnung, die den Menschen zum Leben führen will.

Die Texte aus dem ersten Buch Mose erinnern an Gottes Bund mit Noah nach der Sintflut. Nachdem die zerstörerischen Wasser vergangen sind, verheißt Gott den Erhalt der Schöpfung und setzt den Regenbogen als Zeichen seines Bundes. Tag und Nacht, Saat und Ernte, Sommer und Winter sollen nicht aufhören. Damit wird sichtbar: Die Welt bleibt nicht sich selbst überlassen, sondern steht unter Gottes bewahrender Treue. Seine Ordnung trägt das Leben und schafft verlässlichen Raum für menschliches Miteinander und Verantwortung gegenüber der Schöpfung.

Im zweiten Korintherbrief beschreibt Paulus die Gemeinde als einen „Brief Christi“, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes. Das neue Leben im Glauben entsteht nicht allein durch äußere Gesetzlichkeit, sondern durch Gottes Geist, der das Herz erneuert. So verbindet die lutherische Tradition Gesetz und Evangelium: Gottes Ordnung zeigt den guten Weg, doch erst durch Christus und den Heiligen Geist wird der Mensch innerlich erneuert und fähig, in dieser Ordnung zu leben.

Im Evangelium nach Markus spricht Jesus über Ehe, Treue und die Würde der Kinder. Er erinnert daran, dass Gott den Menschen von Anfang an zur Gemeinschaft geschaffen hat und dass Liebe und Verbindlichkeit Ausdruck seines guten Willens sind. Zugleich stellt Jesus die Kinder in die Mitte und macht deutlich, dass das Reich Gottes denen gehört, die es vertrauensvoll empfangen wie ein Kind. Gottes Ordnung gründet daher nicht auf Macht oder menschlicher Leistung, sondern auf Liebe, Vertrauen und gegenseitiger Verantwortung.

So lädt der 20. Sonntag nach Trinitatis dazu ein, Gottes gute Ordnung neu zu bedenken. In einer Welt voller Unsicherheit und wechselnder Maßstäbe erinnert dieser Sonntag daran, dass Gottes Wille dem Leben dient. Seine Gebote wollen nicht einengen, sondern bewahren und zum Frieden führen. Wo Menschen auf Gottes Wort hören und sich von seinem Geist leiten lassen, entstehen Vertrauen, Gemeinschaft und Hoffnung für das Zusammenleben der Menschen und für die Bewahrung der Schöpfung.

Α
Ω
20. Sonntag nach Trinitatis
Trinitatiszeit
Wochenspruch
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“
Micha 6,8
Bildeindruck
20. Sonntag nach Trinitatis
Gottes gute Ordnung – Zeichen seines Bundes und seiner bewahrenden Treue

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