Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
21. Sonntag nach Trinitatis – Böses überwinden

Der 21. Sonntag nach Trinitatis steht in der evangelisch-lutherischen Tradition unter dem Thema „Böses überwinden". Die biblischen Texte dieses Sonntags führen vor Augen, dass Christen mitten in einer von Schuld, Gewalt und Unrecht geprägten Welt leben. Doch das Böse soll nicht mit neuem Hass oder Vergeltung beantwortet werden. Gottes Wort ruft dazu auf, im Vertrauen auf ihn standhaft zu bleiben und das Böse durch Wahrheit, Liebe und Frieden zu überwinden.

Der Psalm dieses Sonntags preist Gottes Weisung als Quelle von Leben und Orientierung. Gottes Wort macht die Seele lebendig, schenkt Weisheit und bewahrt den Menschen vor falschen Wegen. Der Beter bittet darum, vor verborgener Schuld geschützt zu werden und dass Worte und Gedanken Gott gefallen mögen. In evangelisch-lutherischer Deutung wird sichtbar: Der Mensch braucht Gottes Wort als Licht auf seinem Weg, weil er aus eigener Kraft nicht frei von Schuld und Versuchung bleibt.

Im Buch Jeremia schreibt der Prophet an die Menschen Israels im babylonischen Exil. Mitten in Fremde, Unsicherheit und Leid ruft Gott sie dazu auf, Frieden zu suchen und auf seine Zukunft zu vertrauen. „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe: Gedanken des Friedens und nicht des Leides.“ Auch in Zeiten von Bedrängnis bleibt Gott seinem Volk treu. Christen dürfen darauf hoffen, dass Gottes guter Wille stärker ist als alle zerstörerischen Mächte dieser Welt.

Der Epheserbrief beschreibt das Leben des Glaubens als geistlichen Kampf. Christen sollen die „Waffenrüstung Gottes" anlegen: Wahrheit, Gerechtigkeit, Frieden, Glauben und Gottes Wort. Dabei richtet sich der Kampf nicht gegen andere Menschen, sondern gegen die Mächte des Bösen, die Angst, Hass und Zerstörung fördern. Nach evangelisch-lutherischem Verständnis bleibt Christus selbst die Stärke und der Schutz der Glaubenden. Nicht menschliche Gewalt überwindet das Böse, sondern Gottes Kraft und Wahrheit.

Das Evangelium nach Matthäus führt mitten in die radikale Botschaft Jesu aus der Bergpredigt. Jesus widerspricht der Logik von Vergeltung und Feindschaft. Statt „Auge um Auge" ruft er zur Feindesliebe auf. Christen sollen nicht dem Hass nachgeben, sondern auch denen mit Liebe begegnen, die ihnen Unrecht tun. Damit fordert Jesus keine schwache Nachgiebigkeit, sondern ein Handeln aus der Freiheit und Liebe Gottes heraus. Die Liebe Gottes gilt allen Menschen — auch den Feinden — und daran sollen Christen sich orientieren.

So lädt der 21. Sonntag nach Trinitatis dazu ein, dem Bösen nicht mit neuem Bösen zu begegnen. Gottes Wort stärkt Menschen dazu, in Wahrheit und Frieden zu leben und sich nicht von Angst oder Hass bestimmen zu lassen. In einer Welt voller Konflikte und Verletzungen erinnert dieser Sonntag daran, dass Christus selbst das Böse überwunden hat. Wer ihm vertraut, darf Hoffnung schöpfen und zum Werkzeug von Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden werden.

Α
Ω
21. Sonntag nach Trinitatis
Trinitatiszeit
Wochenspruch
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“
Römer 12,21
Bildeindruck
21. Sonntag nach Trinitatis
Böses überwinden – Wer Christus vertraut, darf Hoffnung schöpfen und zum Werkzeug von Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden werden

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