Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
3. Sonntag nach Trinitatis – Versöhnung erfahren

Der 3. Sonntag nach Trinitatis steht in der evangelisch-lutherischen Tradition unter dem Thema „Versöhnung erfahren". Die biblischen Texte dieses Sonntags erzählen von der unbegreiflichen Barmherzigkeit Gottes, der verlorene Menschen sucht, Schuld vergibt und neue Gemeinschaft schenkt. Im Mittelpunkt steht die frohe Botschaft, dass Gott den Menschen nicht auf seine Schuld festlegt, sondern ihm in Liebe entgegenkommt und einen neuen Anfang eröffnet.

Der Psalm dieses Sonntags ist ein Lobpreis auf Gottes Erbarmen. „Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.“ Der Beter erinnert sich daran, dass Gott die Sünden vergibt, das Leben erlöst und den Menschen mit Liebe und Barmherzigkeit krönt. Wie ein Vater sich über seine Kinder erbarmt, so erbarmt sich Gott über die, die ihn fürchten. In evangelisch-lutherischer Deutung wird deutlich: Der Mensch lebt allein aus Gottes Gnade und nicht aus eigener Gerechtigkeit oder Leistung.

Der Prophet Micha staunt über Gottes unvergleichliche Vergebung: Gott wirft die Schuld seines Volkes in die Tiefen des Meeres und hält nicht ewig am Zorn fest. Seine Freude ist die Barmherzigkeit. Diese Zusage macht sichtbar, dass Versöhnung ihren Ursprung immer bei Gott hat. Er selbst schafft Frieden zwischen sich und den Menschen und eröffnet dadurch auch neue Wege der Versöhnung untereinander.

Im ersten Timotheusbrief blickt Paulus dankbar auf sein eigenes Leben zurück. Obwohl er die Gemeinde Christi einst verfolgt hatte, wurde ihm Barmherzigkeit zuteil. Gerade an seinem Beispiel zeigt sich die Größe von Gottes Geduld und Gnade. Nach evangelisch-lutherischem Verständnis steht hier die Rechtfertigung des Sünders im Mittelpunkt: Nicht der fromme oder starke Mensch wird gerettet, sondern der, der sich von Christus beschenken lässt.

Das Evangelium nach Lukas erzählt schließlich das Gleichnis vom verlorenen Sohn — oder besser: vom barmherzigen Vater. Der jüngere Sohn entfernt sich von seinem Vater, verschleudert sein Erbe und verliert seine Würde. Doch als er umkehrt, läuft ihm der Vater voller Liebe entgegen und nimmt ihn ohne Vorbedingungen wieder auf. Auch der ältere Sohn wird eingeladen, die Freude über die Versöhnung zu teilen. Dieses Gleichnis zeigt das Herz des Evangeliums: Gott wartet nicht mit verschlossenen Armen auf den Menschen, sondern sucht die Gemeinschaft mit ihm und freut sich über jeden, der heimkehrt.

So lädt der 3. Sonntag nach Trinitatis dazu ein, Gottes Versöhnung neu zu vertrauen. Wo Menschen ihre Schuld nicht verdrängen, sondern zu Gott bringen, schenkt er Vergebung und einen neuen Anfang. Aus dieser erfahrenen Barmherzigkeit können auch Beziehungen zwischen Menschen heilen. Gottes Liebe schafft Gemeinschaft neu — voller Hoffnung, Freude und Frieden.

Α
Ω
3. Sonntag nach Trinitatis
Trinitatiszeit
Wochenspruch
„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“
Lukas 19,10
Bildeindruck
3. Sonntag nach Trinitatis
Versöhnung erfahren – Gott kommt dem Menschen entgegen und schenkt einen neuen Anfang - Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

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