Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
18. Sonntag nach Trinitatis – Den Nächsten lieben

Der 18. Sonntag nach Trinitatis steht in der evangelisch-lutherischen Tradition unter dem Thema „Den Nächsten lieben". Die biblischen Texte dieses Sonntags führen vor Augen, dass die Liebe zu Gott und die Liebe zum Mitmenschen untrennbar zusammengehören. Gottes Gebote wollen das Leben nicht einengen, sondern schützen und in eine gute Ordnung führen. Christlicher Glaube zeigt sich deshalb nicht nur im Bekenntnis, sondern im verantwortlichen und liebevollen Umgang mit anderen Menschen.

Der Psalm dieses Sonntags beschreibt den Menschen als gesegnet, der sich an Gottes Wort orientiert. Wie ein Baum an Wasserbächen bringt er Frucht zu seiner Zeit und bleibt auch in schwierigen Zeiten standhaft. In evangelisch-lutherischer Deutung wird sichtbar: Der Mensch findet festen Halt nicht in sich selbst, sondern in Gottes Weisung und Gnade. Wer auf Gottes Wort hört, gewinnt Orientierung für ein Leben, das dem Mitmenschen dient und Gottes Liebe widerspiegelt.

Im zweiten Buch Mose werden die Zehn Gebote überliefert. Sie bilden die Grundlage für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben. Die Gebote erinnern daran, dass Gott den Menschen zuerst befreit, bevor er ihm Weisung gibt. Aus dieser Befreiung heraus sollen Menschen leben — in Ehrfurcht vor Gott und in Verantwortung füreinander. Nach evangelisch-lutherischem Verständnis zeigen die Gebote zugleich die Grenzen menschlicher Möglichkeiten auf und weisen den Menschen auf Gottes Gnade hin, die in Christus erfüllt wird.

Der Epheserbrief mahnt dazu, die Zeit weise zu nutzen und das Leben von Gottes Geist prägen zu lassen. Christen sollen nicht in Oberflächlichkeit oder Selbstsucht leben, sondern in Dankbarkeit und Gemeinschaft. Wo Gottes Geist wirkt, entstehen Freude, gegenseitige Achtung und ein Leben, das sich an Gottes Willen orientiert. Liebe zum Nächsten wächst dort, wo Menschen sich von Christus erneuern lassen.

Das Evangelium nach Markus erzählt von dem reichen jungen Mann, der Jesus fragt, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erlangen. Obwohl er die Gebote hält, fällt es ihm schwer, seinen Besitz loszulassen und ganz auf Christus zu vertrauen. Jesus macht deutlich, dass der Mensch sich Gottes Reich nicht verdienen kann. Zugleich ruft er dazu auf, das Herz nicht an Reichtum oder Sicherheit zu hängen, sondern an Gott. Wahre Liebe zum Nächsten wird möglich, wenn Menschen lernen, loszulassen und aus Gottes Gnade zu leben.

So lädt der 18. Sonntag nach Trinitatis dazu ein, Gottes Gebote neu als Wegweiser zum Leben zu verstehen. Den Nächsten lieben bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und anderen mit Achtung und Barmherzigkeit zu begegnen. In einer Welt voller Egoismus und Konkurrenz erinnert dieser Sonntag daran, dass wahres Leben aus der Liebe Gottes wächst. Wer Christus vertraut, wird frei, nicht nur für sich selbst zu leben, sondern Gottes Liebe im Alltag weiterzugeben.

Α
Ω
18. Sonntag nach Trinitatis
Trinitatiszeit
Wochenspruch
„Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.“
1. Johannes 4,21
Bildeindruck
18. Sonntag nach Trinitatis
Den Nächsten lieben – Wer Christus vertraut, wird frei, nicht nur für sich selbst zu leben, sondern Gottes Liebe im Alltag weiterzugeben

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