Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
16. Sonntag nach Trinitatis – Den Tod überwinden

Der 16. Sonntag nach Trinitatis steht in der evangelisch-lutherischen Tradition unter dem Thema „Den Tod überwinden". Die biblischen Texte dieses Sonntags führen mitten hinein in die menschliche Erfahrung von Leid, Vergänglichkeit und Trauer — und zugleich in die Hoffnung auf Gottes rettendes Handeln. Im Mittelpunkt steht die Gewissheit, dass Gott stärker ist als der Tod und dass Christus Leben schenkt, das über die Grenzen des irdischen Daseins hinausreicht.

Der Psalm dieses Sonntags preist Gott als Helfer der Schwachen und als Herrn über Leben und Tod. Gott trägt die Menschen Tag für Tag und bleibt auch dort gegenwärtig, wo Leid und Dunkelheit das Leben überschatten. Besonders eindrücklich klingt die Hoffnung auf: „Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet.“ In evangelisch-lutherischer Deutung wird deutlich: Der Mensch findet Trost und Halt nicht in eigener Stärke, sondern allein in Gottes Treue und Barmherzigkeit.

Die Worte aus den Klageliedern Jeremias entstehen mitten in einer Zeit tiefster Not und Zerstörung. Dennoch hält der Beter an der Hoffnung fest: Gottes Barmherzigkeit hat kein Ende, seine Treue ist jeden Morgen neu. Auch wenn Gott Leid zulässt, verwirft er die Menschen nicht endgültig. Diese Verse zeigen, dass christliche Hoffnung nicht das Leid verdrängt, sondern gerade mitten in der Dunkelheit auf Gottes zukünftiges Heil vertraut.

Im zweiten Timotheusbrief erinnert Paulus daran, dass Christus dem Tod die Macht genommen und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat. Christen leben deshalb nicht im Geist der Furcht, sondern aus der Kraft, Liebe und Besonnenheit Gottes. Die Auferstehung Christi wird zum Grund aller Hoffnung: Der Tod ist nicht mehr das letzte Wort über den Menschen. In lutherischer Tradition steht dabei die Rechtfertigung allein aus Gnade im Mittelpunkt — Christus schenkt Leben, das kein Mensch aus eigener Kraft gewinnen kann.

Das Evangelium nach Johannes erzählt die Auferweckung des Lazarus. Jesus begegnet der Trauer von Marta und Maria nicht mit Distanz, sondern mit tiefem Mitgefühl. Zugleich spricht er das machtvolle Wort: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Mit der Auferweckung des Lazarus zeigt Christus seine göttliche Macht über den Tod und schenkt einen Vorgeschmack auf die kommende Auferstehung. Der Glaube an ihn führt nicht an der Wirklichkeit des Todes vorbei, aber durch sie hindurch in die Hoffnung des ewigen Lebens.

So lädt der 16. Sonntag nach Trinitatis dazu ein, mitten in Vergänglichkeit und Trauer auf Christus zu schauen. Wo Menschen an ihre Grenzen stoßen, eröffnet Gott neue Hoffnung. Die Botschaft dieses Sonntags lautet: Der Tod hat nicht das letzte Wort. In Jesus Christus schenkt Gott Leben, Trost und eine Hoffnung, die über das Grab hinausreicht.

Α
Ω
16. Sonntag nach Trinitatis
Trinitatiszeit
Wochenspruch
„Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.“
2. Timotheus 1,10b
Bildeindruck
16. Sonntag nach Trinitatis
Der Tod hat nicht das letzte Wort – Hoffnung auf Gottes rettendes Handeln

Unser Service


Wir sind eine lebendige Gemeinschaft im Glauben. Unsere Kirche ist ein Ort der Begegnung, des Gebets und der Unterstützung im Alltag.

Schriften & Medien Suchauftrag Ahnenforschung Anmeldung Bestattung Reservierung Gemeinderaum Bildergalerien Spenden
Altarraum der St. Martin Kirche

Kontakt


Ev. Kirchengemeinde St. Martin 
Zwochauer Schulstraße 2
04509 Wiedemar OT Zwochau
Pfarrer Thomas Pfeifer 

034243 - 28 000 oder 0163 - 63 70 972

Pfarrbüro: dienstags 13.00 –14.15 Uhr
kontakt@kirche-zwochau.de
Ansprechpartner finden Newsletter abonnieren