Der dritte Advent richtet den Blick auf Johannes den Täufer, den Vorläufer des Herrn. Mit seiner Botschaft bereitet er den Weg für das Kommen Christi. So steht dieser Sonntag im Zeichen der Erwartung – einer Erwartung, die zur Umkehr ruft und zugleich Trost schenkt.
Der Prophet Jesaja (Jesaja 40, 1–11) verkündet: „Tröstet, tröstet mein Volk!“ Zugleich erklingt der Ruf: „Bereitet dem Herrn den Weg.“ Gottes Kommen gilt einer Welt, die Trost braucht. Er selbst kommt, um zu führen, zu sammeln und zu tragen wie ein guter Hirte.
Im Lobgesang des Zacharias im Evangelium (Lukas 1, 67–79) wird Johannes als der angekündigte Vorläufer gedeutet. Er geht dem Herrn voraus, „dass er Erkenntnis des Heils gebe seinem Volk“. Sein Dienst steht im Zeichen des Lichtes, das in die Finsternis scheint und die Schritte auf den Weg des Friedens lenkt.
Die Epistel (1. Korinther 4, 1–5) erinnert daran, dass alle, die im Dienst Christi stehen, Verwalter der Geheimnisse Gottes sind. Entscheidend ist nicht menschliches Urteil, sondern Gottes Treue. So wird auch der Dienst des Täufers und der Kirche verstanden: als Hinweis auf Christus, nicht auf sich selbst.
Dieser Sonntag lädt ein, sich neu auf das Kommen des Herrn auszurichten. Wie Johannes ruft er dazu auf, den Weg zu bereiten – im Hören auf Gottes Wort und im Vertrauen auf sein Licht. Denn Christus kommt, um zu erlösen und Frieden zu bringen.