Der 2. Sonntag nach dem Christfest steht im Zeichen der Freude über Gottes Nähe und seines rettenden Handelns in Jesus Christus. Die festliche Zeit von Weihnachten klingt noch nach und lädt dazu ein, neu darüber nachzudenken, wie Gottes Licht unser Leben erfüllt und verändert.
Der Psalm 100 ruft die ganze Welt zum Lob Gottes auf: „Jauchzet dem Herrn, alle Welt!“ Gott ist der Schöpfer und Hirte seines Volkes, seine Güte und Treue bleiben für immer. Diese Freude gründet nicht in äußeren Umständen, sondern in der Gewissheit, dass wir zu Gott gehören.
Der Prophet Jesaja spricht von Hoffnung und Heil für die Menschen. Gottes Geist bringt den Armen gute Botschaft, den Traurigen Trost und den Verzagten neue Hoffnung. Wo Gott handelt, kann neues Leben wachsen wie ein Garten, in dem Gerechtigkeit und Frieden aufblühen.
Im Evangelium nach Lukas begegnen wir dem zwölfjährigen Jesus im Tempel. Während seine Eltern ihn suchen, sitzt er mitten unter den Lehrern, hört zu und stellt Fragen. Schon hier wird sichtbar: Jesus lebt ganz aus der Nähe zu seinem himmlischen Vater. Zugleich wächst er hinein in das menschliche Leben – „an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen“.
Der 1. Johannesbrief fasst die Weihnachtsbotschaft in wenigen Worten zusammen: „Gott hat uns das ewige Leben gegeben, und dieses Leben ist in seinem Sohn.“ In Christus schenkt Gott Gemeinschaft, Hoffnung und Leben, das über unsere Zeit hinausreicht.
So lädt uns dieser Sonntag ein, das neue Jahr mit Dankbarkeit und Vertrauen zu beginnen: Gott ist gegenwärtig, sein Wort schenkt Orientierung, und seine Freude will unser Leben erneuern.