Der Sonntag Jubilate lädt ein, Gott als den Schöpfer und Erneuerer des Lebens zu loben. „Jauchzet Gott, alle Lande“ – so klingt die Freude darüber, dass Gottes Schöpfung nicht nur am Anfang steht, sondern bis heute lebendig und wirksam ist.
Die Schöpfungserzählung (1. Mose 1–2) führt an den Ursprung allen Lebens: Gott spricht – und es wird. Alles, was ist, verdankt sich seinem guten Willen. Der Mensch ist als Ebenbild Gottes geschaffen und in diese gute Ordnung hineingestellt. Die Welt ist kein Zufall, sondern getragen von Gottes schöpferischer Liebe.
In der Apostelgeschichte (Apostelgeschichte 17, 22–34) bezeugt Paulus diesen Schöpfer vor den Menschen seiner Zeit: Gott ist nicht fern, sondern „in ihm leben, weben und sind wir“. Er ist der Ursprung allen Lebens und ruft die Menschen zur Umkehr und zum Vertrauen – bekräftigt durch die Auferstehung Jesu Christi.
Das Evangelium (Johannes 15, 1–8) führt diese Linie weiter: Christus spricht „Ich bin der wahre Weinstock“. In ihm bleibt, wer Frucht bringt. Neues Leben wächst aus der Verbindung mit ihm. So wird die Schöpfung zur neuen Schöpfung – erneuert durch Christus und getragen vom Geist Gottes.
Dieser Sonntag lädt ein, sich neu in Gottes Schöpfung gestellt zu wissen und aus der Verbindung mit Christus zu leben. In ihm beginnt schon jetzt das neue Leben, das Gott schenkt – mitten in dieser Welt.