Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
Die Österliche Freudenzeit

Mit der Osternacht bricht die Österliche Freudenzeit an – die festlichste Zeit des gesamten Kirchenjahres. Fünfzig Tage lang, von Ostern bis Pfingsten, feiert die Kirche die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Diese Zeit trägt in der Überlieferung den schönen Namen Pentekoste, das griechische Wort für fünfzig, und bildet gemeinsam mit der vorangegangenen Fasten- und Passionszeit das Herzstück des christlichen Osterfestkreises.

Ostern ist nicht ein Tag, sondern eine Zeit. Was in der Osternacht mit dem Jubel des Exsultet – dem großen Osterlob – beginnt, klingt in den folgenden Wochen weiter nach und entfaltet sich in immer neuen Facetten. Die Botschaft ist dieselbe wie am frühen Morgen des ersten Tages nach dem Sabbat: Das Grab ist leer. Der Gekreuzigte lebt. „Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ (Matthäus 28, 6)

Die ersten Tage der Osterwoche – Ostersonntag, Ostermontag und die folgenden Wochentage – sind von den Erscheinungen des Auferstandenen geprägt. Den Frauen am leeren Grab, den Jüngern hinter verschlossenen Türen, dem zweifelnden Thomas, den Emmausjüngern, die ihn erst beim Brotbrechen erkennen: Christus erscheint den Seinen immer wieder und stärkt ihren Glauben. Diese Begegnungen sind keine frommen Legenden, sondern Zeugnis jener Urevangelisation, aus der die Kirche geboren wurde.

Die liturgische Farbe dieser Zeit ist Weiß, die Farbe des Lichts, der Reinheit und des Sieges über Tod und Vergänglichkeit. In vielen Gemeinden wird sie durch Gold ergänzt oder ersetzt, um den Glanz des Auferstehungsfestes noch stärker zum Ausdruck zu bringen. Die Kerzen brennen wieder, das Gloria erklingt, und das Halleluja, das in der Passionszeit verstummt war, durchzieht nun jeden Gottesdienst als Jubelruf der Gemeinde.

Ostern ist zugleich die klassische Zeit der Taufe. Schon in der frühen Kirche wurden die Täuflinge in der Osternacht getauft: In Christus gestorben, mit ihm begraben, mit ihm auferstanden zu einem neuen Leben (Römer 6, 3–5). Diese Verbindung von Taufe und Auferstehung macht den tiefen Sinn der Österlichen Freudenzeit sichtbar: Es geht nicht allein um ein historisches Ereignis, sondern um eine Wirklichkeit, die jeden Getauften betrifft. Wer in Christus ist, ist eine neue Kreatur.

Die fünfzig Tage der Freudenzeit gipfeln schließlich in zwei weiteren Hochfesten: Christi Himmelfahrt am vierzigsten Tag und Pfingsten am fünfzigsten Tag, an dem die Kirche die Ausgießung des Heiligen Geistes begeht.

Christi Himmelfahrt und Pfingsten gehören untrennbar zusammen. Mit der Himmelfahrt kehrt Christus zum Vater zurück und wird erhöht – nicht als Abwesender, sondern als der Herr, der nun auf neue Weise gegenwärtig ist. Gerade diese Erhöhung ist die Voraussetzung dafür, dass er den Heiligen Geist sendet. An Pfingsten erfüllt sich diese Verheißung: Der Geist Gottes kommt zu den Menschen, schafft Glauben und sammelt die Gemeinde. So wirkt der erhöhte Christus weiter in seiner Kirche und in der Welt. Himmelfahrt und Pfingsten zeigen darum gemeinsam: Christus ist nicht fern, sondern durch seinen Geist gegenwärtig und wirksam bis heute.

Damit schließt sich der Bogen: Was in der Menschwerdung begann, was sich in Leiden, Tod und Auferstehung vollendete, wird durch den Geist in der Welt und in den Herzen der Glaubenden lebendig gehalten – bis zu seiner Wiederkunft in Herrlichkeit.

Weiterführende Informationen

Die Tage der Osterwoche:

Die nachfolgenden Sonntage:

Pfingsten:

Auf den Seiten zur Fasten- und Passionszeit finden Sie Informationen zu den Sonn- und Festtagen, die der Österlichen Freudenzeit vorangehen.

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