Im Evangelium des Ostermittwochs (Johannes 20, 11–18) lesen wir von der liebenden Ausdauer der Maria Magdalena. Schon zuvor hatte sie ihre große Liebe zum Herrn gezeigt (Lukas 7,47) und ihn nach seinen eigenen Worten im Voraus zum Begräbnis gesalbt (Matthäus 26,12). Während Petrus und Johannes die Schrift noch nicht verstanden und wieder zu den anderen zurückkehrten (Johannes 20, 9–10), blieb Maria Magdalena allein am Grab. Sie konnte nicht loslassen – weder von dem, den sie liebte, noch von der Hoffnung, die sie noch nicht benennen konnte.
Ihre Beharrlichkeit wurde belohnt: Die Engel sprachen zu ihr, und dann sah sie den auferstandenen Jesus selbst – der sie mit einem einzigen Wort erkannte und anrief: „Maria!“ In diesem Augenblick des Erkennens wurde sie zur ersten Zeugin der Auferstehung und zur ersten Botin des Ostermorgens an die Jünger.
Lassen wir uns von ihrem Eifer und ihrer Liebe anspornen: Wer in der Treue zu Christus beharrt, auch wenn die anderen längst gegangen sind, der wird nicht leer ausgehen.