Der Ostermontag führt die Osterfreude weiter – hinein in den Weg des Glaubens im Alltag. Die biblischen Lesungen zeichnen ein Bild von Hoffnung, die trägt, auch wenn sie sich nicht sofort erschließt.
Der Prophet Jesaja (Jesaja 25, 6–9) verheißt ein großes Festmahl für alle Völker. Gott selbst wird den Tod verschlingen und die Tränen abwischen. Diese uralte Hoffnung findet an Ostern ihre Erfüllung: Was verheißen ist, wird Wirklichkeit in der Auferstehung Christi.
In der Epistel (1. Korinther 15, 50–58) richtet der Apostel Paulus den Blick auf die Vollendung: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg.“ Was jetzt noch vergänglich ist, wird verwandelt werden. Darum ist christlicher Glaube nicht vergeblich, sondern fest gegründet in Gottes Zukunft.
Das Evangelium (Lukas 24, 13–35) erzählt von den Emmausjüngern. Enttäuscht und ratlos sind sie unterwegs – und erkennen doch nicht, dass der Auferstandene selbst mit ihnen geht. Erst als er ihnen die Schrift auslegt und das Brot bricht, werden ihnen die Augen geöffnet. Da wird aus Trauer neue Hoffnung.
So lädt der Ostermontag ein, den Auferstandenen auch auf den eigenen Wegen zu suchen und zu erwarten. Er ist gegenwärtig – im Wort, im Mahl und mitten im Leben.