Der Ort im Evangelium des Osterdonnerstags (Johannes 21, 1–14), an dem die Apostel fischten, trägt heute den Namen Tabgha (von griech. Heptapegon, Siebenquell). An ihm entspringen noch heute sieben Quellen. Es ist eine fischreiche Stelle – und dennoch fingen die Apostel in dieser Nacht nichts. Sie arbeiteten mit all ihrem Können und ihren Werkzeugen, aber das Netz blieb leer.
Da sprach der Auferstandene vom Ufer her zu ihnen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, so werdet ihr finden.“ Sie taten es – und konnten das Netz vor lauter Fischen kaum einziehen. Wer immer diesen Herrn erkannte, der von der Sonne aufgehendem Ufer her rief, wusste: Hier wirkt nicht menschliches Geschick, sondern Gottes Macht.
Petrus sollte in diesem Morgen lernen, was Jesus ihm schon vor seiner Auferstehung gesagt hatte: Seine Berufung zum „Menschenfischer“ (Lukas 5,10) beruht nicht auf natürlichen Fähigkeiten, sondern allein auf Jesus Christus selbst – „denn ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Johannes 15,5). Was wir aus eigener Kraft nicht zuwege bringen, vermag Christus in einem einzigen Wort zu vollbringen.