Der Pfingstmontag lenkt den Blick auf das Wirken des Heiligen Geistes in der Gemeinde. Was an Pfingsten begonnen hat, setzt sich fort: Gottes Geist erfüllt Menschen, stärkt sie und schenkt vielfältige Gaben zum Aufbau der Kirche.
Im Alten Testament (4. Mose 11, 11–17.24–25) wird erzählt, wie Gottes Geist auf die Ältesten Israels kommt. Mose wird entlastet, die Verantwortung auf viele verteilt. Gottes Geist befähigt Menschen, gemeinsam zu tragen und zu leiten – nicht aus eigener Kraft, sondern aus seiner Gabe.
Die Epistel (1. Korinther 12, 4–11) beschreibt diese Vielfalt genauer: Es gibt unterschiedliche Gaben, aber „es ist ein Geist“. Jeder und jede empfängt etwas zum Nutzen aller. So wird die Gemeinde zu einem lebendigen Leib, in dem die Verschiedenheit nicht trennt, sondern verbindet.
Im Evangelium (Johannes 20, 19–23) tritt der auferstandene Christus mitten in die verängstigten Jünger, spricht Frieden und haucht sie an: „Nehmt hin den Heiligen Geist.“ Mit diesem Geist sendet er sie in die Welt und gibt ihnen Anteil an seinem Auftrag.
So lädt der Pfingstmontag ein, die eigenen Gaben neu zu entdecken und einzubringen. Der Heilige Geist wirkt in der Vielfalt – und führt doch zusammen. In ihm wächst die Kirche und lebt aus der Kraft Gottes.