Wochenspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
2. Korinther 5,17
Apostel Deutschlands – Missionsbischof und Märtyrer

Der 5. Juni ist der Todestag des Märtyrers Bonifatius. Winfried – so sein Geburtsname – wurde um 673 als Sohn einer vornehmen Familie im Südwesten Englands geboren, in den Benediktinerklöstern in Exeter und Nursling erzogen und am 5. Juni 754 oder 755 bei Dokkum in Friesland von Gegnern der Missionierung erschlagen.

Er empfing mit 30 Jahren die Priesterweihe, wirkte als Lehrer und unternahm 716 seine erste Missionsreise zu den Friesen. Noch im selben Jahr kehrte er ohne Erfolg zurück und wurde Abt in Nursling.

718 verließ er England für immer: Er pilgerte nach Rom. Dort erhielt er von Papst Gregor II. den Namen Bonifatius und seine Sendung, „den ungläubigen Völkern das Geheimnis des Glaubens bekannt zu machen“. Zunächst wirkte er zusammen mit dem Heiligen Willibrord. 721 trennte sich Bonifatius von ihm und zog dann durch Hessen, Thüringen und Bayern. 722 wurde er erneut vom Papst nach Rom gerufen und zum Missionsbischof geweiht. Daraufhin ließ er aus seiner Heimat viele Missionare kommen, um ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Bonifatius zerstörte mehrere heidnische Heiligtümer, darunter die dem Götzen Thor geweihte Donareiche bei Geismar, aus deren Holz er eine dem Heiligen Apostel Petrus geweihte Kapelle erbauen ließ.

737 wurde er bei seiner dritten Romreise zum päpstlichen Legaten – Botschafter mit weitreichenden Vollmachten – erhoben. So konnte er Bistümer errichten und Synoden abhalten. Er übernahm 746 das Bistum Mainz. Mit etwa 80 Jahren brach er erneut nach Norden auf, wo er zu Pfingsten am 5. Juni am Ufer des Flusses Boorne bei Dokkum mit 52 Gefährten von heidnischen Friesen erschlagen wurde. Seine Gebeine ruhen im Dom zu Fulda.

„Apostel Deutschlands“ wird er auch genannt, nachdem er vor fast 1300 Jahren bei den Germanen, besonders im nord- und mitteldeutschen Raum, der bedeutendste Glaubensbote war.

Heute, in einer Zeit zunehmender Entchristianisierung nicht nur unseres Landes, sondern in Europa, sprechen wir häufig von einer neuen Missionierung. Wie aber sollte ein Missionar sein? Der Vers des Propheten Jesaja (52, 7) gibt uns eine Antwort: „Willkommen ist der Freudenbote, der den Frieden ankündigt, der gute Nachricht bringt und die Rettung verheißt.“

Α
Ω
Heiliger Bonifatius
Gedenktag – 5. Juni
Tagesspruch
„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König!.“
Jesaja 52,7
Patron
von Thüringen · der Bierbrauer und Schneider
Bildeindrücke
Heiliger Bonifatius – Gedenktag 5. Juni
Heiliger Bonifatius – Apostel Deutschlands

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